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Infektiologie 1. Juni 2015

3.400 mit Cholera infiziert

In Tansania sind drei Flüchtlingslager davon betroffen und mehr als 30 burundische Flüchtlinge sind bereits daran verstorben.

Sie sind vor den blutigen Unruhen in ihrer Heimat geflohen und dann an der Cholera gestorben.

Im ostafrikanischen Tansania sind nach UNO-Angaben mindestens 31 Flüchtlinge aus Burundi der Seuche erlegen. Weitere 3.400 Menschen seien zudem mit der Durchfallerkrankung infiziert, sagte Thomas Lyimo vom Kinderhilfswerk UNICEF. Betroffen sind drei Flüchtlingslager.

In den vergangenen sechs Wochen sind Schätzungen zufolge mindestens 110.000 Menschen aus Burundi geflohen, die meisten davon ins Nachbarland Tansania. In Burundi gibt es seit Ende April blutige Proteste gegen Präsident Pierre Nkurunziza, weil dieser entgegen der Verfassung eine dritte Amtszeit anstreben will. Die WHO hatte schon vor Tagen angesichts des weiter anschwellenden Flüchtlingsstroms vor einer „schweren humanitären Krise“ gewarnt. Die örtlichen Gesundheitssysteme in Tansania seien völlig überfordert.

Auch in Kenia tobt die Cholera. Sie sei im Dezember im Westen des Landes an der Grenze zu Tansania ausgebrochen und habe sich mittlerweile in elf Bezirke des Landes ausgebreitet, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums.

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