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Die Verbreitung von DengueFieber – von keiner (weiß) bis zu einer hohen (rot) Inzidenz.
 
Infektiologie 1. Juni 2015

Mücken im Kampf gegen Dengue-Fieber

Mittels Bakterien-infizierten Mücken wird der Seuche die Stirn geboten.

In Kolumbien mit seinem tropischen Klima ist das DengueFieber verbreitet. Seit Jahresbeginn wurden in dem lateinamerikanischen Land fast 40.000 Erkrankungen erfasst.

Im Kampf gegen das Dengue-Fieber haben kolumbianische Wissenschaftler Moskitos ausgesetzt, die ein gegen die Viruserkrankung wirksames Bakterium in sich tragen. Das von der Universität von Antioquia betreute Projekt, das Teil eines auch in anderen Weltregionen laufenden Programms zur Ausrottung des Dengue-Fiebers ist, startete am 27. Mai in der Stadt París im Nordosten Kolumbiens. Freiwillige und Forscher des Programms zur Erforschung und Kontrolle von Tropenkrankheiten (Pecet) ließen die Gelbfiebermücken (Aedes aegypti), die das Bakterium Wolbachia tragen, in verschiedenen Zonen der Stadt frei.

Das Pecet erläutert, wie das Bakterium im Organismus der Mücken wirkt: „Es verhindert, dass das Virus sich in ihrem Körper entwickelt und sie es daher nicht auf Menschen übertragen können.“ In den kommenden Monaten sollen wöchentlich in gleicher Anzahl männliche und weibliche Mücken ausgesetzt werden. Erstes Ziel sei, dass sich die Mücken in París ansiedeln. Die Forscher hoffen dann, dass das auf den Menschen nicht übertragbare Bakterium von Mückengeneration zu Mückengeneration weitergegeben wird und im Endeffekt die Dengue-Infektionen unter den Einwohnern der betreffenden Viertel zurückgehen.

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