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© Heike Feldhaar
Camponotus floridanus: In diesen Ameisen wurden antimikrobielle Peptide nachgewiesen.
 
Infektiologie 14. September 2012

Antimikrobielle Peptide

Gegen schädliche Mikroorganismen setzen Insekten unter anderem antimikrobielle Peptide ein. Einige dieser Peptide wurden jetzt bei Rossameisen (Camponotus floridanus) nachgewiesen. Dabei fand man überraschende Dinge: Soziale Insekten wie Bienen und Ameisen haben nur sehr wenige Peptid-Gene. Dennoch ist, zumindest bei Ameisen, die Zahl der antimikrobiellen Peptide höher als gedacht. Die Erklärung: Die Gene sind “multipotent“. Bei der Rossameise fand man ein Peptid-Gen mit einer sich wiederholenden Struktur. Es birgt dadurch die Baupläne für gleich sieben antimikrobielle Peptide. Bei einer anderen Ameisenart konnte das Gen sogar 23 verschiedene Peptide hervorbringen, die sich in ihrer Sequenz voneinander unterscheiden, was einen Einfluss auf ihr Wirkungsspektrum gegen Bakterien haben könnte.

Ratzka C et al.: PLoS ONE 2012; 7(8): e43036

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