zur Navigation zum Inhalt
 
Infektiologie 23. August 2012

West-Nil-Virus in den USA: Bereits 41 Tote in diesem Sommer

Stärkster Ausbruch seit erstem Auftreten Ende der 90er Jahre.


Die Behörden in den USA kämpfen gegen den bisher größten Ausbruch des gefährlichen West-Nil-Virus in dem Land. Diesen Sommer seien bereits 41 Menschen durch das Virus gestorben, teilte die US-Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) am Mittwoch mit.

 

Landesweit gebe es 1118 Fälle, insbesondere im Bundesstaat Texas. Auch Mississippi, Louisiana, South Dakota und Oklahoma seien betroffen. Die Zahl der Infektionen habe sich in den vergangenen Wochen "dramatisch" erhöht.

Den Höhepunkt erreiche die Infektionswelle gewöhnlich Mitte August, sagte CDC-Vertreter Lyle Petersen. Allerdings dauere es mehrere Wochen, bis die Betroffenen die Symptome feststellten und zum Arzt gingen. "Wir erwarten daher viele weitere Fälle. Das Risiko einer Infektion mit dem West-Nil-Virus wird wahrscheinlich bis Ende September anhalten", erklärte Peterson. Als Grund für den ungewöhnlich starken Ausbruch in diesem Jahr wird der milde Winter und der regnerische Frühling vermutet.

Vor allem Vögel tragen das West-Nil-Virus in sich, das erstmals 1937 in Uganda identifiziert wurde. Der Erreger wird von Stechmücken auf andere Wirte, darunter Menschen, übertragen. In den meisten Fällen ergeben sich durch die Infektion keine Symptome, es können aber Beschwerden wie hohes Fieber, Lähmungen und tödliche Gehirnhautentzündungen auftreten. In den USA war das Virus erstmals 1999 festgestellt worden.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben