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Infektiologie 1. März 2012

Seroprävalenz-Studie von Antikörpern gegen das Influenzavirus A/H1N1 (2009) nach der zweiten Pandemiewelle in Slowenien

ZIEL: Das pandemische Influenzavirus (H1N1) 2009, das aus einer Kombination von porzinen, humanen und aviären Influenzaviren besteht, trat erstmals im April 2009 auf und breitete sich innerhalb der folgenden Monate global aus. Untersucht wurde die serologische Reaktion auf das Influenzavirus A/H1N1 (2009) bei nicht geimpften Personen aus der zentralen Region Slowenien. METHODEN: Nach der zweiten Pandemiewelle wurden 226 Serumproben von gesunden Vorschulkindern, Studenten, medizinischem Personal und Blutspendern, die noch nicht mit Pandemieimpfstoff geimpft worden waren, mittels Mikroneutralisationstests (MN) untersucht. Dabei wurden auch Daten über frühere Impfungen mit saisonalen Impfstoffen und kürzliche Atemwegserkrankungen (ARI) erhoben. ERGEBNISSE: Die Seropositivitätsrate gegen das pandemische Influenzavirus war insgesamt hoch: 76.9 % der Teilnehmer hatten Antikörpertiter von ≥20. Titer von ≥40 wurden bei 54 % der geprüften Serumproben festgestellt, wobei die höchste Prävalenz in der Gruppe der 15- bis 17-Jährigen lag. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen den MN-Titern von Personen, die noch nie mit Influenza-Impfstoffen geimpft worden waren und jenen, die mindestens einmal geimpft worden waren. In der Krankengeschichte von Personen mit MN-Titern von ≥20, ≥40 oder ≥80 (mit den jeweiligen p-Werten 0,654; 0,755 sowie 1) konnte keine erhöhte Häufigkeit von ARI festgestellt werden. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Eine hohe Seroprävalenz gegen das Pandemieinfluenza-Virus wurde in allen Altersgruppen festgestellt, auch wenn das klinische Bild einer akuten Atemwegserkrankung (ARI) nicht vorlag. Frühere Impfungen mit saisonalen Impfstoffen hatten keinerlei Auswirkung auf die serologische Reaktion auf das Influenzavirus A/H1N1 (2009).

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