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Infektiologie 16. Februar 2012

Salzburger Schüler an Hepatitis E erkrankt

Ein 19-jähriger Schüler aus Salzburg hat sich während eines Urlaubes in Indien mit Hepatitis E infiziert. Er wurde bereits im Spital stationär behandelt und befindet sich wegen der Leberentzündung derzeit zu Hause im Krankenstand. Sein nicht erkrankter, 13-jähriger Bruder, ein Hauptschüler, darf ebenfalls aus Sicherheitsgründen die Schule nach den Semesterferien vorläufig nicht besuchen, erklärte Christine Fuchs, Leiterin der Bezirksverwaltungsbehörde der Magistratsabteilung 1 in der Stadt Salzburg, am Mittwoch.

 

Vorerst Verdacht auf Hepatitis A


In der Vorwoche kam der Verdacht auf, dass der Schüler der Handelsschule Salzburg-Lehen I an Hepatits A erkrankt sein könnte. Der 19-Jährige durfte nicht mehr in die Schule gehen, das Klassenzimmer und die Sanitäranlagen wurden desinfiziert. Nach einem Laborbefund hat sich der Hepatitis A-Verdacht nicht bestätigt. Gegen Ende voriger Woche stellte sich heraus, dass der Schüler an Hepatits E erkrankt ist.

In Österreich selten


Laut Robert-Koch-Institut kommen die hochinfektiösen Hepatitis E-Viren in mit Fäkalkeimen verschmutztem Wasser vor und gelegentlich auch in verunreinigten Lebensmitteln. Der Schüler war mit seiner indisch-stämmigen Familie in den Weihnachtsferien in Indien auf Urlaub. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 50 und 60 Tage. In Österreich gilt Hepatitis E als importierte Reiseerkrankung.

Desinfektionsmaßnahmen


Die Mutter des 19-Jährigen hat sich nicht infiziert, ihr Lebensgefährte ist aber offenbar ebenfalls an Hepatitis E erkrankt. "Die unmittelbaren Kontaktpersonen sind bereits ärztlich untersucht worden. Die erforderlichen Erhebungen und Desinfektionsmaßnahmen wurden unverzüglich durchgeführt", informierte der Magistrat Salzburg.

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