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Infektiologie 19. Dezember 2011

Sonne stoppt Verbreitung von Windpocken

UV-Strahlung des Lichtes inaktiviert Varicella-Zoster -Viren auf der Haut.


Sonnenlicht könnte helfen, die Ausbreitung von Windpocken zu verhindern. Wissenschaftler der University of London  haben herausgefunden, dass diese Krankheit in Regionen mit höherer UV-Strahlung weniger verbreitet ist. Denkbar ist, dass das Sonnenlicht Viren auf der Haut inaktiviert und so die Übertragung erschwert.


Temperatur ausschlaggebend


Das Varicella-Zoster-Virus ist hoch ansteckend. Zu Beginn kann das Virus durch Husten und Niesen übertragen werden, meisten erfolgt Ansteckung jedoch durch Hautkontakt. Es ist seit langem bekannt, dass UV-Licht die Viren inaktiviert.  


Menge an UV-Licht entscheidend


Die Wissenschaftler analysierten deshalb die Daten von 25 internationalen Studien zum Varicella-Zoster-Virus. In einem nächsten Schritt wurden diese Daten mit einer Reihe klimatischer Faktoren abgeglichen. Es zeigte sich ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der Menge an UV-Licht und dem Auftreten des Virus.


Auch auf den ersten Blick verwirrende Ergebnisse, wie das verstärkte Auftreten während der heißesten, trockensten und sonnigsten Jahrszeit in Ländern wie Indien und Sri Lanka, konnten erklärt werden. Laut Phil Rice war die UV-Strahlung aufgrund der Luftbelastung geringer als in den regenreicheren Jahreszeiten. Details der Studie wurden im Journal of Virology veröffentlicht.

Pressetext/AN, springermedizin.at

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