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Foto: © Sebastian Schreiter / Springer Verlag GmbH
Zwischen Infektionen mit Papillomaviren und Herzkreislauf-Erkrankungen gibt es einen Zusammenhang, fanden US-Forscher heraus.
 
Infektiologie 15. November 2011

Herz-Alarm nach HPV-Infektion

Bei Frauen mit HPV-Infektion häufen sich auch kardiovaskuläre Erkrankungen. Das Virus könnte die Atherosklerose begünstigen.

US-Forscher vom University of Texas Medical Branch haben Daten von 2.450 Teilnehmerinnen der NHANES-Studie analysiert. In vaginalen Abstrichen der Frauen wurde dabei nach HPV-DNA gesucht. Außerdem wurden die Frauen nach Herzinfarkten oder Schlaganfällen gefragt. Insgesamt waren knapp 47 Prozent der Frauen HPV-DNA-positiv. Aus der gesamten Kohorte hatten 60 Frauen nach ihren Angaben einen Herz- oder Hirninfarkt erlitten. Darunter waren 39 Frauen HPA-DNA-positiv und 21 HPV-DNA-negativ.

Die nach Risikofaktoren bereinigte Rate schwerer Herzkreislauf-Ereignisse war bei den infizierten Frauen mehr als verdoppelt.

Die HPV-Infektion war in der Studie ein starker und unabhängiger Risikofaktor für kardiovaskuläre Erkrankungen, betonen die Forscher. Ein chronischer HPV-Infekt könnte daher Anlass sein, eine Frau auf Herzkreislauf-Risiken zu screenen. Auch könnten die Daten ein Hinweis auf einen zusätzlichen Nutzen der Impfung sein.

Kuo, H.-K.; Fujise, K.: Journal of the American College of Cardiology 2011; 58: 2001–6, doi:10.1016/j.jacc.2011. 07.038

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