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Infektiologie 1. September 2011

Haut- und Weichgewebe-Infektionen durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien: Ätiologie, Epidemiologie, Pathogenese, Klinik, Diagnostik, differenzialdiagnostische Aspekte und Empfehlungen für die Therapie

Haut-Weichgewebe-Infektionen durch nicht-tuberkulöse Mykobakterien sind selten. Sie können durch verschiedene mykobakterielle Spezies hervorgerufen werden. Diese entstammen der Umgebung des Menschen (Wasser, Erde, Pflanzen, Tiere). Für die Morphologie und Ausprägung der Läsionen sowie für den Verlauf der Infektion sind der Grad der Hautschädigung im Bereich der Eintrittspforte (Mikro- und Makrotraumen), die Dauer des Kontaktes mit der mykobakteriell kontaminierten Umgebung und die Immunität des Patienten wichtig. Das klinische Bild der kutan-subkutanen Infektion ist untypisch und führt oft zu differenzialdiagnostischen Problemen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, verschiedene serologische, mikrobiologische, immunhistochemische und ggf. apparative diagnostische Tests anzuwenden, um die Diagnose zu stellen bzw. wichtige Differenzialdiagnosen (z. B. Sarkoidose, Leishmaniose, Lepra) auszuschließen. Letztendlich basiert die Diagnose auf dem Erregernachweis. Zur Behandlung werden verschiedene Antibiotika, in der Regel als Kombinationstherapie, über viele Monate eingesetzt. Bei manchen Patienten sind chirurgische Maßnahmen nötig.

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