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Foto: wikipedia
Streptococcus pneumoniae – die Resisenzen sind noch nicht beseitigt.
 
Infektiologie 17. Mai 2011

Impfung reduziert Makrolidresistenz bei Pneumokokken

Makrolide bei Lungenentzündungen waren lange Zeit ein Problem. Die Resistenzrate bei Streptococcus pneumoniae ist noch immer hoch.

Derzeit liegt die Makrolidresistenz bei Pneumokokken bei 20 Prozent. „Sie ist deutlich rückläufig, seit Säuglinge und Kleinkinder mit einem Konjugat-Impfstoff gegen die Bakterien geimpft werden“, sagte beim DGIM-Kongress Prof. Dr. Mathias Pletz, Leiter der Sektion Klinische Infektiologie des Universitätsklinikums Jena. „Die Penicillinresistenz spielt in Deutschland klinisch keine Rolle.“ Allerdings sei hier eine Reiseanamnese wichtig, riet der Pneumologe.

In Mittelmeerländern seien Streptokokken häufig gegen Penicillin resistent. Wurde dort etwa ein Urlaub verbracht, muss das therapeutisch berücksichtigt werden, wenn bei einem Patienten eine Pneumonie diagnostiziert wird. Ebenfalls wichtig sei es, eine mögliche antibiotische Vorbehandlung beim Patienten zu erfragen.

Pletz: „Hat der Patient in den vergangenen drei Monaten etwa wegen eines Harnwegsinfekts ein Chinolon bekommen, muss jetzt eine andere Substanzklasse gewählt werden.“ Mittlerweile seien bei Pneumonien auch Tetrazykline wieder geeignete Substanzen.

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