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Infektiologie 1. April 2011

Mykoplasmen als Ursache für ambulant erworbene Pneumonien bei stationär aufgenommenen Kindern an einem Wiener Gemeindespital – Epidemiologie und Morbidität

GRUNDLAGEN: Inzidenz und Morbidität von Mykoplasmenpneumonien unter Kindern und Jugendlichen sind für Wien nicht bekannt. Erstes Ziel war, die Inzidenz zu erheben, zweites Ziel war zu überprüfen, ob das antibiotische Standardregime mit der Zugabe eines Makrolids bei Kindern über 5 Jahren als Ersttherapie indiziert ist. METHODIK: Prospektiv wurden in 3 aufeinanderfolgenden Wintern stationär aufgenommene Kinder und Jugendliche evaluiert. In klinischem Routine-Setting wurden mikrobiologische Untersuchungen durchgeführt, Nasensekret auf Viren, Chlamydien und Mykoplasmen getestet, sowie klinische Parameter dokumentiert. ERGEBNISSE: Von 279 Patienten wurden bei 12 (4,3 %) Mykoplasmen nachgewiesen, alle betroffenen Kinder waren 5 Jahre alt und älter. Die mittlere Aufenthaltsdauer betrug 4,6 Tage, die Anzahl stationärer Tage mit Fieber über 38,5 Grad 1,2, maximales CRP war 48, es traten keine Komplikationen auf und es kam bei allen Kindern zur Heilung. SCHLUSSFOLGERUNG: Bei 4,3 % der Kinder und Jugendlichen wurden Mykoplasmen nachgewiesen. Das Antibiotikaregime ist als Ersttherapie geeignet.

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