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Infektiologie 1. Dezember 2010

Analyse von Therapie-resistenten Malariaerregern in zwei Regionen Nigerias

Die Entwicklung von therapie-resistenter Plasmodium falciparum-Malaria ist seit langem als Haupthindernis zur Bekämpfung von Mortalität und Morbidität erkannt. Wir haben daher die Verbreitung von Genveränderungen, die mit der Resistenz gegen Chloroquine und Pyrimethamin assoziiert sind, in P. falciparum-Isolaten aus zwei geographisch distinkten Gegenden in Nigeria untersucht. Mit Hilfe von RT-PCR und DNA-Sequenzierung wurde die Prävalenz dieser Mutationen bestimmt. Die Prävalenz der pfcrt T76-Mutation in den beiden Gegenden war 92.3 % gegen 86 % in Osogbo verglichen mit 93 % in Lafia (P = 0.4453). Sequenzanalyse des pfcrt Haplotyps (Aminosäuren 72–76) ergab CVIET als einzigen resistenten Haplotyp an beiden Orten. Die Häufigkeit von pfmdr1-Polymorphismen war höher in Lafia (39 %) als in Osogbo (35 %); die kombinierte Prävalenz in beiden Orten war 45.5 % (P = 0.6604). Die Prävalenz der pfdhfr-Triplemutante war hoch in beiden Gegenden: in Osogbo 84 % gegenüber 91 % in Lafia für I51, sowie 88 % gegen 87 % und 96 % gegen 96 % für die R59 and N108 Mutationen. Die kombinierte Prävalenz von pfcrt- und pfmdr1–Mutationen in Osogbo und Lafia war 44.2 % mit einem Risiko von 0.4164; die kombinierte Prävalenz aller Genveränderungen in pfcrt, pfmdr1 and pfdhfr war 40.4 % mit einem Risiko von 1.081. Diese Ergebnisse zeigen die weite Verbreitung der Resistenz gegen Chloroquin und Pyrimethamin in beiden untersuchten Regionen.

Olusola Ojurongbe, Segun I. Oyedeji, Wellington A. Oyibo, Adetola F. Fagbenro-Beyioku, Jürgen F. Kun, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2010

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