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Infektiologie 1. Oktober 2010

Synergismus zwischen Mefloquin und Artemisinin und dessen Verstärkung durch Retinol bei Plasmodium falciparum in vitro

Nach Eintritt der Mefloquinresistenz von Plasmodium falciparum in Thailand in den neunziger Jahren stellte sich die Kombinationstherapie mit Mefloquin und Artesunat in der Behandlung und Heilung von Patienten als effektiv heraus. Klinisch-parasitologisches Ansprechen und die in-vitro Sensibilität von P. falciparum wurden regelmäßig untersucht um etwaiges Versagen dieser Kombinationstherapie frühzeitig festzustellen. Frühere Studien zeigten, dass die in-vitro Aktivität von Artemisinin durch Retinol verstärkt werden kann. Gleiches konnte bei Mefloquine beobachtet werden. Nach weiterer Sensibilitätsminderung gegenüber Artemisinin und Mefloquin ergab sich die Frage, ob der Synergismus zwischen diesen Substanzen sowie Retinol in Mitleidenschaft gezogen wurde. Dies war Gegenstand der Studie. Erfolgreiche parallele Tests mit Mefloquine, Artemisinin, Retinol, Mefloquine-Artemisinin 5:1, wie auch mit Mefloquine-Artemisinin (5:1) + Retinol low, medium and high ergaben sich bei 43 von 48 ursprünglich angesetzten frischen Patientenisolaten. Die Retinol-Konzentrationen in den low, medium and high Konzentrationen entsprechen der fünfzigsten, fünfundsechzigsten und achtzigsten Percentile der physiologischen mittleren Konzentration von Retinol im Blut eines gesunden Erwachsenen. Die IC50, IC90 und IC99 Werte für Mefloquin zeigten einen Anstieg im Vergleich zu den Werten von 2008. In den Kombinationen mit Artemisinin und Retinol wurde mäßiger Synergismus bei der IC-50 beobachtet. Ausgeprägter Synergismus zeigte sich bei der IC-90 und IC-99.

Gerwald Kerschbaumer, Gunther Wernsdorfer, Ursula Wiedermann, Kanungnit Congpuong, Jeeraphat Sirichaisinthop, Walther H. Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift 3/2010

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