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Infektiologie 1. Oktober 2010

Sensibilität gegenüber Artemisinin, Mefloquin und Chinin bei Plasmodium falciparum im nordwestlichen Thailand

Die zunehmende Resistenzentwicklung bei Plasmodium falciparum ist ein weltweites Problem. Diese Studie hatte das Ziel, die in vitro Aktivität von Artemisinin, Mefloquin und Chinin bei Plasmodium falciparum in einem Gebiet mit ausgeprägter Multiresistenz, zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurde die arzneimittelbedingte Hemmung der Schizontenreifung gemessen. Bei insgesamt 43 erfolgreich getesteten Isolaten von P. falciparum ergaben sich mittlere Hemmkonzentrationen – IC50, IC90 – für Artemisinin von 0,0081 und 0,1372 μM. Für Mefloquin ergaben sich analog die Konzentrationen 0,1260 und 3,7345 μM. Chinin zeigte eine mittlere IC50 von 0,2155 μM und eine IC90 von 2,5040 μM. Alle getesteten Medikamente zeigten einen signifikanten Wirkungsverlust im Vergleich mit Ergebnissen aus den vorangegangenen Jahren. Dies deutet auf einen weiteren Anstieg der Resistenzentwicklung bei P. falciparum hin, besonders kritisch bei Artemisinin und Chinin.

Felix Hüttinger, Wichai Satimai, Gunther Wernsdorfer, Ursula Wiedermann, Kanungnit Congpuong, Walther H. Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift 3/2010

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