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Foto: Janice Haney Carr, Centers for Disease Control and Prevention
Legionella pneumophila bacteria.
 
Infektiologie 27. Oktober 2010

Diagnose der Legionella erleichtern

Weil sich Legionellen schwer isolieren und kultivieren lassen, ist ein Nachweis der unterschiedlichen Erregertypen kompliziert. Forscher des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) haben nun ein genaues und schnelles Diagnoseverfahren auf molekularer Ebene entwickelt.

Die Erreger werden über charakteristische Abschnitte ihrer DNA nachgewiesen. Forschern des HZI ist es gelungen, die erprobten Verfahren zur Gewinnung und Vervielfältigung von Legionellen-DNA weiterzuentwickeln und so zu verfeinern, dass ein Nachweis einzelner Bakterienstämme direkt aus Wasserproben möglich wurde. „Wir können jetzt kurze, sich wiederholende DNA-Abschnitte, sogenannte tandem repeats, im Erbgut der Legionellen nachweisen“, sagt PD Dr. Manfred Höfle. „Diese Tandemabschnitte werden farbig markiert und ergeben vergleichbare Muster für die verschiedenen Bakterienstämme. Damit können wir nicht nur überprüfen, welchen Keim die Wasserprobe enthält, sondern auch, wie krankmachend er für den Menschen ist.“ Die Nachweismethode kann zukünftig einen bedeutenden Beitrag für das Risikomanagement von Trinkwassersystemen leisten.

Quelle: Kahlisch, L. et al.: Applied and Environmental Microbiology 2010; 76: 6186–95; doi:10.1128/AEM.00416-10

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