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Infektiologie 1. Mai 2010

FSME – Bewusstsein und Schutz: Einfluss von Epidemiologie, verändertem Lebensstil und Umweltfaktoren

Die 12. Jahrestagung der International Scientific Working Group on Tick-Borne Encephalitis (ISW TBE) fand im Jänner 2010 statt. Das internationale Bewusstsein um die FSME ist im Ansteigen: Das European Center for Disease Control (ECDC) erachtet die FSME als sehr relevant und startet eine Reihe von Aktivitäten zur Bewusstseinsbildung. Ebenso hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) des Themas angenommen. Die epidemiologische Entwicklung der FSME-Fälle in Europa ist durch zwei wesentliche Trends gekennzeichnet, zum einen eine konstante Ausbreitung der Risikogebiete, zum anderen bedeutende Fluktuationen der Fallzahlen. Die Risikogebiete breiten sich sowohl nach Norden, als auch in die Höhe aus, eine Entwicklung, die mit den Veränderungen des Klimas und dadurch bedingten besseren Lebensbedingungen für die Zeckenpopulationen zusammenhängen könnte. Vorläufige Daten aus 2009 für 12 europäische Länder zeigen, dass die FSME-Fallzahlen etwa 96 % der Fälle von 2006 ausmachen inklusive Russland und 88 % exklusive Russland. Insgesamt ist der Wissensstand zum Thema FSME in den endemischen Ländern recht gut, die aktuellen Durchimpfungsraten halten hier allerdings nicht Schritt.

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