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Infektiologie 1. Mai 2010

FSME bei "Golden Agers". Positionspapier der 11. Jahrestagung der International Scientific Working Group on Tick-Borne Encephalitis (ISW-TBE)

Eines der Hauptziele der 11. Jahrestagung der International Scientific Working Group on Tick-Borne Encephalitis (ISW-TBE) im Jahr 2009 war es, die erste Aktualisierung des Positionspapiers zur Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in der 50-plus-Generation auszuarbeiten und die wichtigsten Aspekte der Erkrankung in dieser Altersgruppe zusammenzufassen. Die Morbidität infolge FSME ist auch in der letzten Jahren weiter angestiegen, wofür ein Zusammenspiel zwischen sozialen, politischen, ökologischen, ökonomischen und demographischen Faktoren in Kombination mit dem Klimawandel verantwortlich gemacht werden. Die 50-plus-Generation von heute ist gesünder und mobiler, führt einen aktiveren Lebensstil und verbringt einen Gutteil ihrer Zeit mit Reisen und Freizeitaktivitäten im Freien. Dies erhöht auch ihr Infektionsrisiko. Dabei kommt es mit zunehmendem Alter zu einer quantitativen und qualitativen Schwächung der angeborenen und erworbenen Immunität, weshalb ältere Personen anfälliger für Infektionen und schwerere Krankheitsverläufe sind als jüngere Menschen. Auch die Immunreaktion älterer Personen auf Impfungen ist in der Regel langsamer und die erreichten Antikörperkonzentrationen sind niedriger und sinken früher als im jüngeren Lebensalter. Laufend belegen Studienergebnisse, dass dies auch für die FSME-Impfung zutrifft. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die erste FSME-Auffrischungsimpfung in dieser Altersgruppe wie empfohlen spätestens 3 Jahre nach Abschluss der Grundimmunisierung durchzuführen, eventuell sogar früher. Gleichzeitig allerdings zeigen jüngste Studienergebnisse auch, dass die Wirksamkeit der FSME-Impfung in der breiten Anwendung über 97 % liegt und zwischen verschiedenen Altersgruppen keine signifikanten Unterschiede vorliegen.

Zsuzsanna Jelenik, Michael Keller, Benjamin Briggs, Göran Günther, Mats Haglund, Henrieta Hudeckova, Eva Jilkova, Aukse Mickiene, Birger Sandell, Robert Steffen, Franz Strle, Wiener Medizinische Wochenschrift 9/10/2010

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