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Infektiologie 1. Oktober 2008

Pharmakodynamische Interaktion zwischen 4-Aminochinolinen und Retinol bei Plasmodium falciparum in vitro

Die Interaktionen zwischen 4-Aminochinolinen und Retinol wurden an 29 frischen Isolaten von Plasmodium falciparum untersucht. Obgleich die Parasiten hoch resistent gegen 4-Aminochinoline waren, zeigte sich signifikanter Synergismus zwischen Chloroquin und Retinol sowie zwischen Amodiaquin und Retinol, letzteres bei drei Konzentrationen im physiologischen Bereich. Kombination mit Retinol reduzierte die geometrischen Mittelwerte für vollständige Hemmung (GMCOC) durch Chloroquin von 14425 nM auf 8943 nM bei CHL-RET niedrig, 7042 nM bei CHL-RET mittel, und 4920 nM bei CHL-RET hoch. Der Synergismus zwischen Amodiaquin und Retinol war ausgeprägter, mit hoch signifikanten Reduktionen der GMCOC Werte, von 2520 nM für Amodiaquin allein, auf 1092 nM für AMO-RET niedrig, 800 nM für AMO-RET mittel, und 745 nM für AMO-RET hoch. Während diese Beobachtungen hinsichtlich Chloroquin kaum praktisch nutzbar sind, könnte Ergänzung der Therapie mit Retinol die effektive Lebensdauer des Medikaments verlängern.

Benedikt Ley, Gunther Wernsdorfer, Christine Frank, Jeeraphat Sirichaisinthop, Kanungnit Congpuong, Walther H. Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift

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