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Infektiologie 1. Februar 2010

Oropharyngeale Tularämie als Differentialdiagnose der Tonsillopharyngitis und zervikalen Lymphknotenschwellung

Francisella tularensis, der Auslöser der Tularämie, ist seit fast 100 Jahren als Krankheitserreger bei Mensch und Tier bekannt. Durch die steigende Zahl von Krankheitsausbrüchen in verschiedenen Regionen Europas außerhalb klassischer Endemiegebiete hat das Interesse an dieser seltenen Infektionskrankheit in den letzten Jahren wieder stark zugenommen. Wir berichten über einen Fall von oropharyngealer Tularämie bei einem 18-jährigen Mädchen aus Bayern (Deutschland) mit Tonsillopharyngitis und zervikaler Lymphknotenschwellung. Die Diagnose einer Tularämie wurde durch hochpositive Serologie und den Nachweis von F. tularensis subspecies holarctica in Lymphknotengewebe mittels PCR gestellt. Nach einer Langzeitbehandlung mit Doxycyclin, vorübergehend auch in Kombination mit Ciprofloxacin, erholte sich die Patientin vollständig. Anhand des vorgestellten Falles und einer Literaturübersicht werden klinisches Bild, Diagnostik, Therapie und aktuelle epidemiologische Entwicklungen der Tularämie in Europa diskutiert.

Julia Dlugaiczyk, Thomas Harrer, Jochen Zwerina, Maximilian Traxdorf, Stephan Schwarz, Wolf Splettstoesser, Walter Geißdörfer, Christoph Schoerner, Wiener klinische Wochenschrift 3/4/2010

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