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Foto: wikipedia
Weibliche infizierte Moskitos übertragen das Dengue-Fieber.
 
Infektiologie 2. März 2010

Dengue-Fieber: Flugunfähige Überträgerinnen

Derzeit werden gentechnisch veränderte Moskitos gezüchtet. Ziel ist es, die Ausbreitung des Dengue-Fiebers zu stoppen.

Das Fieber wird durch den Stich von infizierten weiblichen Moskitos übertragen. Gegen die Erkrankung gibt es weder einen Impfstoff noch eine Therapie. Ein Team der University of Oxford hofft, dass sich die gentechnisch veränderten männlichen Moskitos mit wild lebenden weiblichen paaren und so ein Gen vererbt wird, das das Flügelwachstum einschränkt. Die weiblichen Moskitos der nächsten Generation könnten dann nicht fliegen, da das normale Wachstum der Flügel unterbrochen wird. Männliche Träger des Gens sind nicht betroffen. Das Verfahren sei absolut artenspezifisch, versichern die Züchter; die freigesetzten männlichen Tiere paarten sich nur mit weiblichen der gleichen Art. Das Team argumentiert, dass dieser Ansatz eine sichere und wirksame Alternative zu gefährlichen Pestiziden sei. Es geht davon aus, dass die neue Züchtung die einheimische Moskito-Population innerhalb von sechs bis neun Monaten nachhaltig unterdrücken könnte. Auf diesem Wege wünschen wir unserem Raumdoktor DI Niel Mazhar alles Gute, der nach einer Fernreise als einer von rund 40 in Österreich Betroffenen mit Dengue-Fieber das Bett hüten muss. Gute Besserung!

Quelle: Fu, G. et al.: Proceedings of the National Academy of Sciences 2010, doi: 10.1073/pnas.1000251107

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