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Foto: wikipedia
Die neue Datenbank verzeichnet über 2.500 Plasmodium-Proteine.
 
Infektiologie 16. Februar 2010

Mit Informatik und Zellbiologie gegen Malaria

Forschern aus Singapur und Hamburg ist es gelungen, die Funktion von Proteinen von Plasmodium falciparum vorherzusagen.

„Zunehmende Medikamentenresistenz des Malariaparasiten macht die Entwicklung neuer Strategien zur Vorbeugung und Behandlung der Infektion dringend notwendig“, betont Dr. Tim Gilberger vom Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin. In einem Gemeinschaftsprojekt erstellten er und Prof. Dr. Zbynek vom Nanyang Technological University Singapur mit ihren Teams die weltweit erste Datenbank, welche die Funktion von mehr als 2.500 hypothetischen Proteinen des Malariaerregers vorhersagt. Nach rund fünf Jahren Forschungsarbeit konnte die Datenbank nun veröffentlicht werden. Die Daten wurden mittels Microarray-Technik gesammelt. Dabei verglichen die Forscher den Einfluss einer Vielzahl von Substanzen auf die Genregulation des Erregers. So konnten sie ihre Ergebnisse mit entwicklungsbiologischen Informationen von verschiedenen Malariaerregern, Analysen wiederkehrender Motive in DNA-Sequenzen und Hochdurchsatz-Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen einzelnen Proteinen kombinieren. „Nur durch die Kombination vier verschiedener Forschungsmethoden gelang es, das erste verlässliche Proteinnetzwerk von P. falciparum zu erstellen“, so Gilberger.

Quelle: Hu, et al.: Nature Biotechnology 2010: 28(1): 91–8; doi: 10.1038/nbt.1597

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