zur Navigation zum Inhalt
 
Infektiologie 1. Oktober 2008

Influenza-Durchimpfungsraten in Österreich in 2006/07 – eine repräsentative telefonische Querschnittsbefragung

Ziel der Studie war die Erfassung der Influenza-Durchimpfungsrate in Österreich während der Saison 2006/07 und die Erhebung von Motiven für und gegen die Impfung. 2000 Telefon-Interviews mit Personen über 15 Jahren wurden durchgeführt. Die Durchimpfungsrate in der Gesamtpopulation lag bei 17,8 %. Bei den über 65-jährigen waren 32,1 % geimpft, die adjustierten Quotenverhältnisse der Geimpften in dieser Gruppe, verglichen mit denen, die nicht zu einer Hochrisikogruppe gehören, lag bei 3,8. Bei der Gruppe der chronisch Kranken und dem Personal des Gesundheitswesens ergaben sich adjustierte Quotenverhältnisse von 2,6 bzw. 1,5, während geimpfte chronisch Kranke ältere Personen ein adjustiertes Quotenverhältnis von 7,0 aufwiesen. Das Ansteckungsrisiko zu vermindern war der häufigste Grund, sich impfen zu lassen (35,2 %), eine Empfehlung des Hausarztes erwies sich als der wichtigste motivierende Faktor für die Impfung (46,4 %). Der Hauptgrund, sich nicht impfen zu lassen, war Desinteresse (>50 %). Die Durchimpfungsrate in Österreich während der Saison 2006/07 war niedrig und weit hinter den Empfehlungen der WHO.

Patricia R. Blank, Andreas U. Freiburghaus, Matthias M. Schwenkglenks, Thomas D. Szucs, Ursula Kunze, Wiener Medizinische Wochenschrift

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben