zur Navigation zum Inhalt
 
Infektiologie 1. Oktober 2009

Anthelminthika Resistenz von Haemonchus contortus bei kleinen Wiederkäuern in der Schweiz und in Süddeutschland

In Süddeutschland und in der Schweiz wurden zwei Ziegen- und zwei Schafbestände ermittelt, bei denen aufgrund post-therapeutisch fortbestehender klinischer Anzeichen wie gastrointestinale Störungen, Inappetenz und Abmagerung, eine verminderte Anthelminthika-Wirksamkeit vermutet wurde. Der bei den untersuchten Ziegen beider Herden gezielt durchgeführte Eizahlreduktionstest zeigte, dass die Eprinomectin-Behandlung (1 mg/kg KG, Pour-on) lediglich zu einer EpG-Reduktion von 17,4 % bzw. 27,5 % führte. Diese Werte deuten auf das Vorkommen einer Eprinomectin-Resistenz in diesen Herden hin. Die anschließende Moxidectin-Behandlung (1 mg/kg KG, Pour-on) einer der beiden Herden führte zu einer Eizahlreduktion von 99,1 %. In den beiden Schafherden wurden jeweils 30 zufällig ausgewählte Tiere in drei Gruppen eingeteilt, die jede mit einem anderen Anthelminthikum behandelt wurde. Der Eizahlreduktionstest erbrachte EpG-Reduktionen von 70,8 % bzw. 55,3 % (Albendazol-Gruppen), 52,4 % (Fenbendazol-Gruppe) bzw. 47,3 % (Oxfendazol-Gruppe). In den beiden Moxidectin-Gruppen (0.2 mg/kg BW, oral) betrug die Reduktion 100% bzw. 44,3 %. Vor und nach der Behandlung durchgeführte Koprokulturen zeigten, dass Haemonchus contortus die vorherrschende Helminthenspezies ist.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben