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Infektiologie 1. Oktober 2009

Nachweis von Babesia canis Subspezies und anderen Arthropoden-übertragenen Erkrankungen in Hunden aus Tirana, Albanien

Durch Arthropoden übertragene Infektionen haben in der jüngeren Vergangenheit zunehmend an Bedeutung gewonnen, auch bedingt durch vermehrte Reisen in, beziehungsweise Importe von Hunden aus Regionen, in denen die Erreger endemisch sind. Während die epidemiologische Situation im westlichen Mittelmeerraum gut dokumentiert ist, sind aus Osteuropa und dem Balkan vergleichsweise wenige Informationen verfügbar. In der vorliegenden Studie wurden Blutproben von 30 klinisch unauffälligen Hunden aus den Randgebieten von Tirana, Albanien, auf vektor-übertragene Infektionen untersucht. Mittels direkter und/oder indirekter Verfahren wurden die Blutproben auf Babesia canis, Hepatozoon spp., Leishmania spp., Dirofilaria spp., Ehrlichia canis, Anaplasma phagocytophilum, Bartonella spp. und Rickettsia spp. untersucht. Im Blut von 20 Hunden (= 67 %) wurden Antikörper bzw. Erreger durch Arthropoden übertragene Infektionen nachgewiesen. Antikörper gegen B. canis, E. canis und/oder A. phagocytophilum waren im Serum von 19 Hunden (= 63 %) nachweisbar. Bei 13 Hunden (= 43 %) erfolgte ein Erregernachweis mittels Blutausstrich, PCR oder ELISA, wobei B. canis canis, B. canis vogeli, Hepatozoon spp., D. immitis und/oder E. canis identifiziert wurden. Infektionen mit Leishmania spp., Bartonella spp. und Rickettsia spp. waren nicht nachweisbar.

Dietmar Hamel, Cornelia Silaghi, Martin Knaus, Martin Visser, Ilir Kusi, Dhimiter Rapti, Steffen Rehbein, Kurt Pfister, Wiener klinische Wochenschrift 3/2009

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