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Infektiologie 1. Oktober 2009

Synergismus zwischen Pyronaridin und Retinol bei Plasmodium falciparum in vitro

Pyronaridin, eine zur Gruppe der Naphthyridine gehörige Mannich-Base, ist ein hoch wirksames Blutschizontozid, welches derzeit als möglicher Partner in der Artemisinin-basierenden Kombinationstherapie (ACT) gilt. In dieser, 2008 in Mae Sot, Thailand, durchgeführten Studie zeigte Pyronaridin erheblich reduzierte Wirkung, offenbar in Folge von freizügiger Monotherapie im Nachbarland. Die Pyronaridinempfindlichkeit und die Interaktion zwischen Pyronaridin und Retinol, letzteres in Konzentrationen entsprechend der 50., 65. und 80. Perzentile der physiologischen Retinolspiegel bei gesunden Erwachsenen, wurde bei 38 frischen Isolaten von P. falciparum ermittelt. Die mittleren IC50, IC90 und IC99 Werte für Pyronaridin waren 12,7, 201,4 bzw. 3084,2 nM, jene für Pyronaridin + Retinol "niedrig" 1,2, 14,0 bzw. 102,6 nM, jene für Pyronaridin + Retinol "mittel" 0,6, 7,4 bzw. 54,8 nM, und jene für Pyronaridin + Retinol "hoch" 0,9, 8,2 bzw. 47,8 nM. Die Ergebnisse weisen auf hochgradigen Synergismus zwischen Pyronaridin und Retinol hin.

Pippa Proell, Kanungnit Congpuong, Franz F. Reinthaler, Gunther Wernsdorfer, Ursula Wiedermann, Walther H. Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift 3/2009

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