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Infektiologie 1. Oktober 2009

Pharmakodynamische Interaktion zwischen Mefloquin und Retinol bei Plasmodium falciparum in vitro

Mefloquin, ein 4-Chinolinmethanol, wurde in Thailand zur Behandlung der Malaria Tropica eingeführt nachdem Plasmodium falciparum fast universelle Resistenz gegen die 4-Aminochinoline und Folsäurehemmer entwickelt hatte. Obwohl auch Resistenz gegen Mefloquin zu einem Problem wurde, war Artemisinin-basierende Kombinationstherapie (ACT) mittels Mefloquine und Artesunat bis vor kurzem ausreichend wirksam. Da die Wirkung von Chinin, einem anderen 4-Chinolinmethanol, durch Retinol erheblich verstärkt wird, war eine Erweiterung der Untersuchungen auf Mefloquin naheliegend. Die Interaktion zwischen Mefloquin und Retinol, letzteres bei Konzentrationen entsprechend der 50., 65. und 80. Perzentile der physiologischen Serumkonzentrationen bei gesunden Erwachsenen, wurde bei 37 frischen Isolaten von P. falciparum untersucht. Die mittleren IC50, IC90 und IC99 Werte für Mefloquin lagen bei 1,76, 9,81 und 39,78 μM, jene für Mefloquin + Retinol "niedrig" bei 0,33, 1,37 und 4,33 μM, jene für Mefloquin + Retinol "mittel" bei 0,29, 1,15 und 3,48 μM, und jene für Mefloquin + Retinol "hoch" bei 0,20, 0,85 und 2,70 μM. Evidenz für beträchtlichen Synergismus zwischen Mefloquin und Retinol bei P. falciparum war hoch signifikant.

Maria Gruber, Gunther Wernsdorfer, Wichai Satimai, Ursula Wiedermann, Kanungnit Congpuong, Walther H. Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift 3/2009

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