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Infektiologie 1. Mai 2008

Antibiotika-Management in slowenischen Krankenhäusern – Ergebnisse einer Erhebung der ABS Internatio

HINTERGRUND: Die ständig zunehmende Antibiotikaresistenz ist weltweit ein Besorgnis erregendes Problem. Wirksame Antibiotikastrategien zur Förderung des verantwortungsvollen Antibiotikaeinsatzes in Krankenhäusern sind nicht klar definiert. METHODEN: Im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projektes bildete ein Fragebogen, der an 12 Spitäler in Slowenien geschickt worden war (11 Standardkrankenhäuser und 1 Universitätsklinik), die Basis für die Analyse der "ABS Maturity" des jeweiligen Krankenhauses. Die Krankenhäuser hatten ihre Situation auf einer fünfteiligen Skala zu werten. ERGEBNISSE: Der Fragebogen wurde von allen 12 Spitälern beantwortet. Die Gesamt-Maturity der Antibiotikastrategien wurde als mäßig bewertet (3,74). Die höchste Maturity wurde bei der Antibotikaverbrauchsanalyse erreicht (4,44), gefolgt von der Infektdiagnose (3,96), den Antibiotika-bezogenen Beziehungen außerhalb des Spitals (3,58), der Antibiotika-bezogenen Personalenwicklung (3,44) und der Antibiotika-bezogenen Organisation (3,36). Die Verfügbarkeit der Antibiotika-Verbrauchsdaten erreichte die höchste Bewertung, während die Ernennung zum Antibiotikabeauftragten und die Bereitstellung der dafür erforderlichen Zeitressourcen die niedrigste Bewertung erhielt. ZUSAMMENFASSUNG: In Slowenien ist die Reife der Umsetzung von Antibiotikastrategien in den Standardspitälern und im Universitätskrankenhaus als mäßig zu werten. Die erhobenen Daten bilden die Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung von antibiotikabezogenen Strategien in Krankenhäusern.

Milan Čižman, Tom Bajec, Branko Šibanc, Emil Pal, Jelka Reberšek Gorišek, Tatjana Remec, Metka Štefančič, Tatjana Martinčič, Brigita Najdenov, Katja Strancar, Danilo Salemovič, Metka Bogovič, Alenka Ovnič, Wiener klinische Wochenschrift

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