zur Navigation zum Inhalt
 
Infektiologie 1. November 2007

Spezifische pharmakodynamische Interaktion zwischen Atovaquon und Retinol bei Plasmodium falciparum

Die vorliegende Studie wurde im Nordwesten Thailands in einem von Multiresistenz betroffenen Gebiet durchgeführt. Sie hatte das Ziel, die blutschizontozide Wirkung von Atovaquon (ATO), Retinol (RET) and deren Kombination (ATO-RET) bei Retinolanteilen entsprechend der 50., 65. und 80. Perzentile der physiologischen Serum-Retinolspiegel zu prüfen. Die in vitro Tests wurden gemäß WHO Standardprotokoll Mark II zur Messung der Hemmung der Schizontenreifung bei Plasmodium falciparum durchgeführt. Ergebnisse für alle 5 parallele Testreihen liegen für 26 frische Isolate vor. Die EC50 Werte für Atovaquon, Retinol und für Atovaquon in ATO-RET "low", "medium" und "high" lagen bei 3,1 nM, 561,8 nM, 0,9 nM, 0,7 nM und 0,5 nM, jene der EC90 bei 33,7 nM, 9338,6 nM, 25,3 nM, 8,9 nM und 5,4nM. Die geometrischen Mittelkonzentrationen für volle Hemmung der Schizontenreifung für Atovaquon allein und für Atovaquon in den ATO-RET Kombinationen "low", "medium" und "high" waren 282,5 nM, 79,0 nM. 38,7 nM und 23,7 nM. Diese Ergebnisse und jene der Berenbaum Analyse der fraktionellen Hemmkonzentrationen weisen auf eine erhebliche synergistische pharmakodynamische Interaktion zwischen Atovaquon und Retinol hin. Dies legt nahe, dass die spezifische Wirkung von Atovaquon durch eine Anhebung der Retinolspiegel im physiologischen Bereich verstärkt werden könnte.

Bettina Exner, Gunther Wernsdorfer, Jeeraphat Sirichaisinthop, Chaiporn Rojanawatsirivet, Herwig Kollaritsch, Walther H. Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift

Volltext dieses Beitrags / entire article auf SpringerLink

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben