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Infektiologie 1. Juli 2009

Azithromycin bei akutem Q-Fieber in der Schwangerschaft

Das Q-Fieber ist eine von Coxiella burnetii ausgelöste Zoonose. Obwohl es nur wenige Daten über Infektionen mit C. burnetii während der Schwangerschaft gibt, weisen die vorhandenen Daten daraufhin, dass eine solche Infektion mit einer hohen Morbidität und Mortalität einhergeht. Meistens kommt es bei schwangeren Frauen nur zu einer asymptomatischen Infektion, die jedoch mit geburtshilflichen Komplikationen, wie spontanem Abort, intrauteriner Wachstumsverzögerung, intrauterinem Tod des Fötus und prämaturer Geburt einhergehen kann. Außerdem besteht für schwangere Frauen ein höheres Risiko, ein chronisches Q-Fieber zu entwickeln. Die Behandlung des Q-Fiebers während der Schwangerschaft stellt eine Herausforderung dar, nicht nur weil C. burnetii ein intrazelluläres Bakterium ist, sondern auch weil nur wenig über die Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung bekannt ist. Wir berichten über einen Fall von Q-Fieber, der sowohl für das Kind als auch für die Mutter einen guten Ausgang nahm. Wir beschreiben die durchgeführte Therapie, wobei wir der Meinung sind, dass die Verabreichung von Azithromycin sowohl die möglichen geburtshilflichen Komplikationen als auch die Chronifizierung der Infektion verhindert hat.

Daša Cerar, Primož Karner, Tatjana Avšič-Županc, Franc Strle, Wiener klinische Wochenschrift 13/14/2009

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