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Immunologie 1. Juni 2007

Subjektive Gesundheit und Beeinträchtigung der Lebensqualität durch Allergien in einer repräsentativ

ZIEL: Ziele der Auswertung waren eine Erhebung der Einbußen der Lebensqualität bei Patientinnen und Patienten mit verschiedenen allergischen Erkrankungen sowie eine Quantifizierung der Gesundheitswahrnehmung bei Allergikerinnen und Allergikern verglichen mit Personen ohne Allergien. METHODE: Als Datenquelle diente der Wiener Gesundheits- und Sozialsurvey, eine repräsentative Querschnittsstudie, die von der Stadt Wien in Auftrag gegeben wurde. ERGEBNISSE: 18,7 % der Patientinnen und Patienten, die im Jahr vor der Befragung unter einer Allergie litten gaben an, durch die Erkrankung "sehr beeinträchtigt" gewesen zu sein, 30,0 % fühlten sich "ziemlich beeinträchtigt", 42,4 % "etwas beeinträchtigt" und 8,9 % "gar nicht beeinträchtigt". Frauen fühlten sich durch die Allergie öfter "sehr beeinträchtigt" als Männer (21,8 % vs. 15,2 %, p < 0.05). Auf einer Skala von 0 bis 100 (0 = denkbar schlechtester; 100 = denkbar bester Gesundheitszustand) bewerteten Patientinnen und Patienten mit Allergien im Vergleich zu Personen ohne Allergien ihre Gesundheit deutlich als schlechter (71,7 vs. 74,1 Punkte, p < 0.001).Von den verschiedenen Allergiediagnosen war die Lebensqualität bei Patientinnen und Patienten mit Asthma bronchiale und mit allergischem Darmleiden am meisten beeinträchtigt. Bei diesen beiden Erkrankungen waren auch die körperliche Leistungsfähigkeit und die Fitness, alles zu tun was man gerne tun möchte, signifikant reduziert im Vergleich mit Personen ohne Allergien. SCHLUSSFOLGERUNG: Verglichen mit Personen ohne Allergien leiden Patientinnen und Patienten mit diversen allergischen Erkrankungen an einer signifikant schlechteren Lebensqualität. Diese Tatsache sollte bei der Therapieplanung berücksichtigt werden.

Thomas Dorner, Karl H. Müller, Hannes Schmidl, Wolfgang Freidl, Willibald J. Stronegger, Kitty Lawrence, Michael Kunze, Anita Rieder, Wiener Medizinische Wochenschrift

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