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© ValentynVolk / iStock
 
Immunologie 26. Jänner 2015

Die Unterscheidung ist wichtig!

Bei Nahrungsmittelintoleranzen braucht der Darm Unterstützung

Krankhafte Reaktionen auf Nahrungsmittel nehmen zu. Die Grunde hierfür sind sicher nicht allein in der Qualität der Nährstoffe zu suchen. Für die Therapie ist es wichtig, zwischen allergischen Reaktionen und Nahrungsmittelintoleranzen zu unterscheiden.

Genmanipulierte Lebensmittel und eine unüberschaubare Anzahl von Nahrungsmittelzusatzstoffen fordern das Verdauungs- und Immunsystem des Körpers, insbesondere, wenn die Barriere der Darmschleimhaut noch nicht voll ausgebildet ist oder unzureichend arbeitet. Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert das Immunsystem individuell auf einen bestimmten Stoff. Symptome sind Hautausschläge, Kratzen oder Brennen an den Schleimhäuten, Schwindel, Kopfschmerzen oder Kreislaufstörungen bis hin zum anaphylaktischen Schock. Sie treten selbst dann auf, wenn nur Spuren des Allergens (z. B. Milcheiweiß) aufgenommen werden.

Bei der Nahrungsmittelintoleranz mit ihren vielfältigen Symptomen fehlt dem Organismus meist ein Enzym, das er für die Verstoffwechselung eines Nahrungsbestandteiles braucht. Bei der Laktoseintoleranz fehlen dem Körper ausreichende Mengen des Enzyms Lactase zum Abbau des Milchzuckers. Aber auch Histamin (z. B. in Käse oder Fisch) sowie der Fruchtzucker Fruktose oder andere Stoffe können zu Nahrungsmittelintoleranzen führen. Während Zöliakie auf einer Allergie gegen das im Weizen enthaltene Klebereiweiß Gluten beruht, gibt es auch die nicht allergische Glutenintoleranz.

Eliminieren, um die Ursache zu finden

Eine Eliminationsdiät unter Vermeidung verdächtiger Nahrungsmittel dient Diagnose und Therapie. Zudem entlastet sie das Immunsystem. Intoleranzen lassen sich über Blut- und Atemlufttests nachweisen. Zusätzlich sollten Stuhlproben in dafür spezialisierten Instituten untersucht werden, um Rückschlüsse auf die Arbeitsfähigkeit des Darmimmunsystems zu ziehen. Die Auswertung ist Grundlage für eine entsprechend angepasste und vom Therapeuten begleitete Symbioselenkung. Einzelhomöopathika oder auch Mikronährstoffsupplementekönnen die Sanierung des Darmmilieus unterstützen und weitere Beschwerden infolge der Intoleranz individuell behandeln.

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