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Immunologie 26. Jänner 2015

Immunstärkung

Fit durch den Winter

In der Erkältungssaison gilt es, auch auf das Thema Immunstärkung vorbereitet zu sein: Mit dem sichtbaren Angebot von Immunstimulanzien in der Sichtwahl, aber auch mit einer detaillierten Vorgabe dazu, welchen Stellenwert diese Produkte im Rahmen der Zusatzempfehlung haben. Denn wenn Kunden mit den ersten Symptomen einer Erkältungskrankheit in der Apotheke Rat suchen, sollte der Hinweis auf ein entsprechendes Präparat nicht fehlen. Mit dieser Empfehlung kann sich die Apotheke einmal mehr als Gesundheitsspezialist profilieren.

Mehrere Komponenten. Eine starke Immunabwehr basiert nicht zuletzt auf einer gesunden Lebensweise: abwechslungsreiche Ernährung, viel Schlaf, ausreichend Bewegung. Wer darüber hinaus eine Reihe hygienischer Maßnahmen ergreift, kann den Virenangriffen in der Erkältungszeit Paroli bieten. Im hektischen Alltag bleiben diese grundlegenden präventiven Maßnahmen jedoch allzu oft auf der Strecke. Immunstimulanzien bieten vielen Menschen die bequemere Alternative, um die körpereigene Abwehr zu kräftigen. In erster Linie sind sie eine Domäne von Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis bzw. von Homöopathika. Zur Stärkung des Immunsystems werden zudem Vitamine und Mineralstoffe eingesetzt sowie Schüssler-Salze.

Unter dem Sonnenhut. Immunstimulanzien mobilisieren die unspezifischen körpereigenen Abwehrkräfte gegenüber bakteriellen und viralen Infektionen. Dies tun sie nicht nur im Rahmen der Prophylaxe; vielmehr können sie, bei den ersten Krankheitszeichen eingesetzt, den Krankheitsverlauf abschwächen bzw. verkürzen. Die Stärkung des Immunsystems sowie die Linderung der Symptome gehen deshalb quasi Hand in Hand. Zur Prophylaxe und Therapie leichter Erkältungsinfekte werden bislang vor allem Präparate eingesetzt, die Echinacea (Sonnenhut) enthalten, teilweise auch in Kombination mit anderen Heilpflanzen, etwa Thuja occidentalis (Lebensbaum), Baptisa tinctoria (wilder Indigo), Calendula officinalis (Ringelblume) oder Eleutherococcus senticosus (Taigawurzel).

Da Tropfen oder Säfte mit Echinacea oftmals auch Alkohol enthalten, stehen für Personen, die auf Alkohol verzichten möchten, oder Kinder alkoholfreie Presssäfte zur Verfügung. Aber: Echinaceapräparate sind bei bekannter Korbblütler-Überempfindlichkeit sowie bei bestimmten Grunderkrankungen (u.a. Autoimmunerkrankungen) kontraindiziert.

Pflanzliche Vielfalt. Darüber hinaus dient eine Reihe weiterer pflanzlicher Wirkstoffe zur Immunstärkung. Eingesetzt werden sie in Form von Kombinationspräparaten sowie von homöopathischen Mitteln, die zum Ziel haben, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Verfügbar sind die unterschiedlichsten Kombinationen von pflanzlichen mit mineralischen oder viralen Wirkstoffen (Nosoden). Eingesetzt werden beispielsweise Eisenhut, Wasserdost und Zaunrübe, Schafgarbe, Schachtelhalmkraut, Eibischwurzel und Kamillenblüten, u.a. kombiniert mit Phosphor oder Quecksilber- bzw. Atropinsalzen.

Vitamine und Mineralstoffe. Neben den Vitaminen A, B6, B12, C und D sind auch die Mineralstoffe Eisen, Jod, Kupfer, Selen und Zink im Hinblick auf das Immunsystem von Bedeutung. Ist nicht gesichert, dass diese Substanzen über die Nahrung in ausreichender Menge aufgenommen werden, lassen sie sich ergänzend supplementieren. Hierzu stehen Monopräparate – etwa mit Vitamin C – sowie Nährstoffkombinationen zur Verfügung. Sie werden u.a. als ergänzende bilanzierte Diäten angeboten und lassen sich in Zeiten höherer Belastung zur Immunstärkung einsetzen. Last but not least kommen auch Schüssler-Salze dafür in Frage, das Immunsystem vorbeugend zu stärken.

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