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Immunologie 27. Mai 2013

Arztbesuch als dritte Wahl

Allergiker gehen zuerst ins Web, dann zum Apotheker. Abgeschlagen auf Platz 3: der Arzt.

Studien zufolge leidet etwa jeder fünfte Österreicher an einer inhalativen Allergie, im Grunde an einer Pollenallergie mit Heuschnupfen bis hin zum Asthma bronchiale. Eine repräsentative Umfrage mit über tausend Teilnehmern im Alter zwischen 15 und 86 Jahren bestätigt dies in etwa: 26,5 Prozent der Befragten erklärten, selbst Pollenallergiker zu sein (Oekonsult, 28. April bis 1. Mai 2013).

Kein Wunder ist es somit, dass 59,2 Prozent der Österreicher jemanden in ihrem nahen persönlichen Umfeld kennen, der von den lästigen und saisonal bedingten Beschwerden durch Hasel, Erle, Gräser etc. betroffen ist.

Mit Therapie zufrieden

Mit der üblichen Behandlung von Allergien sind die direkt Betroffenen recht zufrieden: 53,4 Prozent erklärten, die Therapie wirke „ganz ausgezeichnet“. Trotzdem glauben 62,6 Prozent der Österreicher generell, dass die Beschwerden für die Patienten eine deutliche psychische Belastung darstellen.

34,1 Prozent der Österreicher meinen, Pollenallergiker sollten auf mehrere Therapieansätze setzen, dann folgt schon die konventionelle medikamentöse Behandlung mit Antihistaminika, antientzündlichen Nasensprays etc. An dritter Stelle steht die Alternativmedizin mit 23,2 Prozent.

Die Bedeutung des Internets in der Gesundheitsinformation ist offenbar enorm: 25,5 Prozent meinen, bei Verdacht auf eine Pollenallergie sollte man sich am ehesten „im Internet schlau machen“. Dann folgt mit 21,7 Prozent der Rat, sich in der Apotheke ein wirksames Mittel zu besorgen. Der Besuch eines Arztes ist mit 19,4 Prozent erst die dritte Wahl.

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