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Immunologie 1. Mai 2012

HLA Klasse I Expression in der humanen Plazenta

Bei der Implantation wandern, immunlogisch betrachtet, semi-allogene kindliche Trophoblastzellen der Plazenta tief ins mütterliche Gewebe des Uterus ein. Der Umstand, dass dieser Invasionsprozess nicht zu einer Abstoßung durch das mütterliche Immunsystem führt, wurde als immunologisches Paradaxon bezeichnet. Neben diversen anderen Mechanismen, die für diese Immuntoleranz der Mutter gegenüber dem Fetus von Bedeutung sind, scheint auch das besondere HLA Expressionsmuster der Plazenta eine wichtige Rolle zu spielen. Die besondere HLA Ausstattung der unterschiedlichen Trophoblastzellen erklärt, neben diversen zusätzlichen Besonderheiten der utero-plazentaren Wechselwirkung, warum ein direkter Vergleich der Einnistung mit der Situation bei der Organtransplantation eigentlich nicht zulässig ist. Die Schwangerschaft ist daher weniger als immunologisches Paradoxon, sondern vielmehr als besondere Herausforderung für das mütterliche Abwehrsystem zu betrachten.

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