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Immunologie 4. Oktober 2011

Medizin-Nobelpreis wird posthum verliehen

Der vor drei Tagen gestorbene Immunforscher Ralph M. Steinman behält seine Nobelpreis-Ehrung. Wie die Nobelstiftung am Montagabend in Stockholm mitteilte, wird die Entscheidung nicht revidiert, obwohl sie gegen die Statuten verstößt. Danach dürfen Personen eigentlich nicht posthum mit dieser hohen Auszeichnung geehrt werden.

 

Die schwedischen Juroren wussten nichts von Steinmans Tod am vergangenen Freitag, als sie ihm den Nobelpreis zusammen mit dem Franzosen Jules A. Hoffmann und dem US-Forscher Bruce A. Butler zuerkannten.

In der Erklärung der Stiftung hieß es, das Verbot der posthumen Auszeichnung beziehe sich nur auf eine bewusst in diesem Sinne getroffene Wahl. Die Juroren hätten die Entscheidung am Freitag um 14.30 Uhr getroffen, ohne von Steinmans Tod um 11.30 Uhr etwas zu wissen. Die Rockefeller-Universität in New York teilte den Tod am Montag auf ihrer Internetseite mit, kurz darauf verkündete das auch Nobelstiftung.

Die Angehörigen des in Kanada geborenen Wissenschaftlers erhalten im Dezember umgerechnet rund 550.000 Euro, die Hälfte der Gesamtdotierung für den Medizin-Nobelpreis. Die andere Hälfte teilen sich Hoffmann und Butler, die am gleichen Thema geforscht hatten.

APA

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