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Immunologie 23. Juni 2009

Folsäure mindert Allergiesymptome

Bis 40 Prozent weniger Atembeschwerden

Die unter anderem in Zitrusfrüchten enthaltene Folsäure hat besonders während der Schwangerschaft unterschiedlichste positive Effekte auf den menschlichen Körper. Aktuellen Studienergebnissen zufolge kann das B-Vitamin bei Allergien helfen.

 

Wissenschaftler des Johns Hopkins Children‘s Center, Baltimore, überprüften die Krankenunterlagen von über 8.000 Personen zwischen zwei und 85 Jahren. Dabei verfolgten sie die Effekte der Folatspiegel auf respiratorische und allergische Symptome sowie auf IgE-Antikörperspiegel. Dabei entdeckten sie, dass Personen mit höheren Folatspiegeln weniger IgE-Antikörper im Körper hatten, über weniger Allergien oder Atembeschwerden klagten und ein geringeres Asthmarisiko verzeichneten.

Mechanismus noch unklar

Die Personen mit den niedrigsten Folatspiegeln (unter 8 ng/ml) hatten ein um 40 Prozent höheres Risiko für Atembeschwerden, ein um 31 Prozent höheres Risiko für Atopien, ein um 16 Prozent höheres Asthmarisiko und 30 Prozent mehr IgE-Antikörper als Personen mit den höchsten Folatspiegeln (über 18 ng/ml).

„Unsere Ergebnisse sind ein klares Anzeichen dafür, dass Folsäure helfen kann, die Immunantwort auf Antigene zu regulieren und Allergie- sowie Asthmasymptome zu senken“, folgerte die Studienleiterin Elizabeth Matsui. Doch den genauen Mechanismus, der dahinter steckt, müssen die Forscher erst noch herausfinden. „Dafür brauchen wir Studien, bei denen Patienten Folsäurepräparate zu sich nehmen“, betonte Matsui, „bevor wir darüber nachdenken, Folsäure zur Behandlung oder Vorbeugung von Allergien und Asthma zu empfehlen.“

 

Quelle: Matsui, E. C. & Matsui, W. J Allergy Clin Immunol 2009 Apr 29 [Epub ahead of print]

Pädiatrie, Ärzte Woche 25 /2009

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