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Hepatologie 5. März 2013

Leberkrebs: Ansprechen prognostizieren

Auf die Standard-Therapie von inoperablem Leberkrebs mit der Transarteriellen Chemo-Embolisation (TACE) spricht rund ein Drittel der Behandelten sehr schlecht an. An der Universitätsklinik für Innere Medizin III, Wien, wurde nun ein Test entwickelt, mit dem das weitere Ansprechen bereits nach der ersten Therapieeinheit prognostiziert werden kann.

 

Mithilfe des ART-Score (Assessment for Retreatment with TACE) lässt sich die Wirksamkeit von TACE nach der ersten Therapie vorhersagen: „Damit können wir bestimmen, wer weiterhin mit der TACE behandelt werden soll und wer auf medikamentöse Behandlungsformen umsteigen soll“, erklärt Prof. Dr. Markus Peck-Radosavljevic.     

Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Patienten mit inoperablem Leberkrebs mit gutem Ansprechen auf die TACE-Therapie beträgt rund 24 Monate, bei schlechtem Ansprechen sechs Monate. „Steigt man bei der Gruppe jener, die schlecht ansprechen, auf Medikamente um, erwarten wir eine Steigerung der durchschnittlichen Lebenserwartung auf mindestens elf Monate“, so Peck-Radosavljevic.

TACE ist ein minimal invasives radiologisches Verfahren. Dabei werden die Arterien, die die Leber mit Blut versorgen, mit kleinen Teilchen eines Chemotherapeutikums (Embolisation) verstopft. Das führt zum Absterben der Tumore. Gleichzeitig kann TACE aber auch – durch die Blockade der arteriellen Versorgung der Leber – die Leberfunktionen negativ beeinträchtigen. „Daher ist es wichtig, den ART-Score anzuwenden, um bei jenen Patienten, bei denen diese Form der Therapie ohnehin nur sehr schlecht anschlagen würde, die weitere Therapie zu überdenken“, so der MedUni-Forscher.

Sieghart W et al.: Hepatology 2013; doi: 10.1002/hep.26256

MedUni Wien, Ärzte Woche 10/2013

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