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Hepatologie 20. Februar 2012

Verbesserung der Hepatitis C-Therapie

Phase-3-REALIZE-Studiendaten bei EASL präsentiert

Die zwölfwöchige Kombinationsbehandlung mit Telaprevir erreicht bei therapierefraktären Patienten mit chronischem Genotyp 1 Hepatitis C-Virus (HCV) bedeutend häufiger ein anhaltendes virologisches Ansprechen (SVR) als die derzeitige Standardbehandlung mit nur pegyliertem Interferon und Ribavirin. Diese abschließenden Daten der REALIZE-Studie wurden kürzlich auf der 46. Jahrestagung der EASL (European Association for the Study of the Liver) in Berlin vorgestellt.

Geschätzte 170 Millionen Menschen leiden weltweit an chronischem HCV; etwa 10 bis 20 Prozent dieser Menschen werden eine Zirrhose oder ein Leberversagen entwickeln. Die chronische Infektion mit HCV kann zu Leberkrebs und anderen ernsthaften und fatalen Lebererkrankungen führen. HCV ist einer der häufigsten Gründe für Lebertransplantationen in Europa.

In der Studie wurden Patienten, bei denen vorherige Behandlungen mit pegyliertem Interferon und Ribavirin fehlgeschlagen sind randomisiert und erhielten entweder Telaprevir in Kombination mit pegyliertem Interferon und Ribavirin für zwölf Wochen, gefolgt von 36 zusätzlichen Wochen an pegyliertem Interferon und Ribavirin oder einen verspäteten Start, manchmal beschrieben als Einführung, mit pegyliertem Interferon und Ribavirin für vier Wochen, gefolgt von zwölf Wochen mit Telaprevir plus pegyliertem Interferon und Ribavirin, gefolgt von 32 Wochen pegyliertem Interferon und Ribavirin oder pegyliertes Interferon und Ribavirin plus Placebo für 48 Wochen (PR48).

Die Rückfallsrate und Non-Responders, die nun die SVR erreichten – den primären Wirksamkeitsendpunkt der Studie – lag bei 83 Prozent für Rückfällige und 41 Prozent für Non-Responders in der ersten Gruppe, 88 Prozent für Rückfällige und 41 Prozent für Non-Responders in der zweiten Gruppe und 24 Prozent für Rückfällige und neun Prozent für Non-Responders in der dritten Gruppe. Das anhaltende virologische Ansprechen bei der ersten und zweiten Gruppe für die vorherig Rückfälligen und die Non-Responders war vergleichbar. Dies legt nahe, dass ein verspäteter Behandlungsstart für die Behandlung von bereits behandelten Patienten eventuell nicht notwendig ist.

Quelle: Presseaussendung Janssen

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