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Foto: Archiv WKW
Die Schockleber kann zu schweren Komplikationen führen.
 
Hepatologie 22. Juni 2010

Hypoxische Hepatitis: Früherkennung forcieren

Eine Übersichtsarbeit von Wiener Experten beleuchtet neben dem bisher unterschätzten klinischen Stellenwert auch die pathophysiologischen Prozesse, die zur Entwicklung der hypoxischen Hepatitis führen.

Die hypoxische Hepatitis, auch als ischämische Hepatitis oder Schockleber bezeichnet, ist mit einer Prävalenz von bis zu zehn Prozent an Intensivstationen die häufigste Ursache einer akuten Leberzellschädigung im Krankenhaus. Sie ist charakterisiert durch eine zentrolobuläre Lebernekrose und einen fulminanten Anstieg der Leberenzyme als Folge eines kardialen, zirkulatorischen oder respiratorischen Versagens. Die häufigsten Ursachen sind ein vermindertes Herzauswurfvolumen und das Krankheitsbild des septischen Schocks, wobei in 75 Prozent der Fälle eine multifaktorielle Genese zugrunde liegt. Die hypoxische Hepatitis ist nicht nur ein Indikator für den Schweregrad einer zugrunde liegenden Erkrankung, sondern kann selbst zu schwerwiegenden Komplikationen wie Hypoglykämie, Hyperammonämie oder hepatopulmonalem Syndrom und durch inflammatorische Mechanismen zur Verschlechterung der Prognose beitragen. Daher kommt der Früherkennung dieser Komplikation und der sofortigen Einleitung entsprechender Therapiemaßnahmen eine überragende Bedeutung zu.

Quelle: Fuhrmann, V. et al.: Wiener klinische Wochenschrift 2010; 5–6: 129–39, doi: 10.1007/s00508-010-1357-6

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