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Hepatologie 1. Jänner 2008

Sind routinemäßig eingesetzte Laborparameter für die Differenzierung zwischen alkoholischer und nich

HINTERGRUND: Spezifische Marker für die Differenzierung der nicht alkoholischen (NASH) von der alkoholischen Steatohepatitis (ASH) fehlen. Wir untersuchten den Stellenwert von routinemäßig eingesetzten Laborparametern in der Differenzierung von NASH von ASH. METHODEN: Leberbiopsien, die über einen Zeitraum von 10 Jahren in unserem Krankenhaus durchgeführt wurden, wurden nochmals durchgesehen, 95 Patienten mit Steatohepatitis identifiziert und Ihre Daten zum Zeitpunkt der Biopsie reevaluiert. Basierend auf Ergebnisse der Leberbiopsie und Anamnese von Alkoholkonsum (< 140 g/Woche) wurde die Diagnose NASH oder ASH zugeteilt (andere Lebererkrankungen ausgeschlossen). Die Analyse erfolgte mittels logistischer Regression. ERGEBNISSE: NASH wurde bei 58 (61%; 30 w) und ASH bei 37 (39%; 9 w) Patienten diagnostiziert. Höhergradige Fibrose (59% vs. 19%, p < 0,0001) und AST/ALT Ratio > 1 (54,1% vs 20,7%, p = 0,0008) waren häufiger bei ASH zu finden. MCV war bei 53% der ASH Patienten erhöht and bei allen NASH Patienten (p < 0,0001) im Normbereich. Die multivariate Analyse identifizierte MCV (p = 0,0013), AST/ALT Ratio (p = 0,011) und Geschlecht (p = 0.0029) als die relevanten Regressoren (aROC = 0,92). AST/ALT Ratio (p < 0,0001) and Alter (p = 0,00049) waren unabhängige Prädiktoren für höhergradige Fibrose. Die Unterschiede bei MCV waren deutlicher bei höhergradiger Fibrose. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Höheres MCV und AST/ALT Ratio bei ASH reflektieren den Schweregrad der zugrunde liegenden Lebererkrankung und können nicht zur Unterscheidung von ASH von NASH beitragen. Statt dessen könnten sich diese Marker als nützlich für die Patientenselektion für Leberbiopsie und in der Therapieplanung erweisen.

Lili Kazemi-Shirazi, Moema Pinheiro Veloso, Florian Frommlet, Petra Steindl-Munda, Fritz Wrba, Sonja Zehetmayer, Claudia Marsik, Peter Ferenci, Wiener klinische Wochenschrift

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