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Hämatologie 17. Oktober 2007

Vitamin K stabilisiert Antikoagulation

Einnahme von Vitamin K erhöht die Stabilität oraler Antikoagulation durch Vitamin-K-Antagonisten. Das könnte eine Reduktion von Blutungen und thrombotischen Ereignissen möglich machen, wie niederländische Wissenschaftler berichten (J Thromb Haemost 2007; 5:2043-2048). Einer der Nachteile oraler Antikoagula­tion mittels Vit.K-Anatgonisten ist die Instabilität der Einstellung. Die Intensität der Antikoagulation liegt nur während 60 Prozent des Therapiezeitraumes im geforderten Zielbereich. Einer der Gründe dafür ist die fluktuierende Vitamin-K-Einnahme. Bisherige Forschungsergebnisse wiesen darauf hin, dass niedrige Vitamin-K-Aufnahme im Vergleich zu hoher Vitamin-K-Aufnahme mit besonders instabiler Antikoagulationskontrolle verbunden ist. Studienleiter Felix van der Meer vom Leiden University Medical Center untersuchte diesen Effekt an 200 Patienten. Diese erhielten täglich entweder 100 micg Phenprocoumon (Vit. K) oder Plazebo. Während der Studiendauer von 24 Wochen waren die Gerinnungswerte der Vitamin-K-Patienten in 89,5 Prozent der Zeitdauer im therapeutischen Bereich, verglichen mit 85,5 Prozent bei Plazebopatienten, die Differenz betrug also 3,6 Prozent. Die Gerinnungswerte der Patienten der Vitamin-K-Gruppe befanden sich 2,1 Prozent der Zeit unterhalb des gewünschten Bereiches (Plazebogruppe 3,1 Prozent), und 8,5 Prozent oberhalb des therapeutischen Bereiches (Plazebogruppe 11,4 Prozent).
Zufuhr niedriger Phenprocoumon-Dosen stabilisiere die Antikoagulation durch Vit.-K-Antagonisten, schreiben die Studienautoren.

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