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Hämatologie 1. Juni 2010

Blutungskomplikationen bei geriatrischen Patienten unter oraler Antikoagulation – Aspekte der Polypragmasie

Die orale Antikoagulation (OAK) geriatrischer Patienten wird therapeutisch und prophylaktisch weltweit im Rahmen einer Vielzahl von Indikationen eingesetzt. Vor allem bei hochaltrigen Patienten schrecken viele KollegInnen vor einer Verschreibung von oralen Antikoagulantien mit der Angst vor sekundären Blutungen zurück. Aus den vorliegenden Studien lassen sich mehrere Faktoren für die Entwicklung eines Blutungsrisikos unter OAK ermitteln. Dazu zählen mit unterschiedlicher klinischer Wertigkeit ein Patientenalter >70 Jahre (mit einer linear steigenden Tendenz mit dem fortschreitenden Lebensalter), das weibliche Geschlecht, wiederholte Blutungsereignisse, eine rezent zurückliegende Blutung, Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch, der Diabetes mellitus, eine vorbestehende Anämie sowie die Polypragmasie. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich unter Durchsicht der aktuell über Medline und die Cochrane Library im Zeitraum 1980 bis 2009 verfügbaren Arbeiten zum Thema "Antikoagulation – Polypragmasie – geriatrische Patienten" mit Risikoassessmentstrategien und beleuchtet im Speziellen pharmakokinetische und pharmakodynamische Interaktionen von Medikationen mit oralen Antioagulantien.

Regina E. Roller, Bernhard Iglseder, Peter Dovjak, Monika Lechleitner, Ulrike Sommeregger, Ursula Benvenuti-Falger, Ronald Otto, Birgit Böhmdorfer, Markus Gosch, Wiener Medizinische Wochenschrift 11/12/2010

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