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Hämatologie 25. Februar 2008

Gemeinsam gegen Thrombosen

Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien haben neue Leitlinien für die Thrombosevorbeugung erstellt: Zusammen mit 23 Experten aus ganz Österreich wurden international gültige Leitlinien zur Prophylaxe von Blutgerinnseln kritisch überprüft, für Österreich adaptiert und in der Wiener Klinischen Wochenschrift veröffentlicht.

 Thrombus
Gefäßverletzungen durch Traumata oder Operationen geben Anlass für die Bildung von Blutgerinnseln.

Foto: Nicolle Rager Fuller, National Science Foundation

Venöse Thromboembolien treten oft in typischen Risikosituationen wie Operation oder Trauma auf. Durch gerinnungshemmende
Medikamente ist es möglich, die Anzahl an venösen Thrombosen, Pulmonalembolien und Tod durch Pulmonalembolie zu senken. Nur die breite und richtige Anwendung von Antithrombotika stellt sicher, dass die Patienten effektiv vor venösen Thromboembolien geschützt werden.
Leitlinien sind integrativer Bestandteil des Qualitätsmanagements und stellen die Anwendung evidenzbasierter Medizin sicher. Der neue Konsensus zur Thromboseprophylaxe in Österreich wurde von Experten aus dem Gebiet der Hämostaseologie, Angiologie, Chirurgie, Orthopädie, Inneren Medizin, Anästhesiologie und Pharmakologie erarbeitet. Basierend auf den Guidelines des American College of Chest Physicians wurden die Vorschläge für die Durchführung der Thromboseprophylaxe auf den Gebieten Allgemeinchirurgie, Orthopädische Chirurgie, Unfallchirurgie und Innere Medizin erarbeitet.
Die Autoren wollen mit den neuen Leitlinien für die Thromboembolieprophylaxe ein größeres Maß an Sicherheit in Organisationsstrukturen für die behandelnden Ärzte, den Pflegebereich und die Patienten schaffen. Erschienen sind die Leitlinien im Dezember 2007 in der Wiener Klinischen Wochenschrift.

Und dort könne die Leitlinien im Internet abgerufen werden:
www.billrothhaus.at (pdf-Dokument)

Dr. Rainer Schröckenfuchs, Ärzte Woche 8/2008

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