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Gastroenterologie 1. März 2008

Erste multizentrische Erfahrungen mit dem Antiemetikum Palonosetron bei Patienten mit hoch oder mäßi

GRUNDLAGEN: Die antiemetische Wirksamkeit von Palonosetron, einem 5-HT3-Rezeptor-Antagonist der neuen Generation, der gegenüber konventionellen Setronen über eine verlängerte Halbwertszeit verfügt und nur einer einmaligen i.v-Applikation pro Zyklus bedarf, wurde in Österreich im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung im klinischen Alltag untersucht. METHODIK: Palonosetron wurde bei 135 onkologischen Patienten mit hoch oder moderat emetogener Chemotherapie entweder als i.v. Bolus oder als Kurzinfusion in einer Dosis von 0,25 mg am Tag 1 des Zyklus verabreicht. Zwei Drittel der Patienten waren Frauen (n = 90), die meisten wiesen Brustkrebs auf (n = 38) und erhielten überwiegend Cisplatin, Carboplatin, Anthrazykline, 5-Fluoruracil oder Cyclophosphamid. ERGEBNISSE: Die komplette antiemetische Ansprechrate betrug 68 % mit 87 % am Tag 1 und 72 % an den Tagen 2 bis 5. Höhere Ansprechraten wurden bei Männern, bei Patienten nach dem 50. Lebensjahr und bei chemonaiven Patienten erzielt. 24 % benötigten eine zusätzliche antiemetische Medikation. Nur 1,5 % der Patienten wiesen milde Nebenwirkungen auf. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Palonosetron wies eine hohe antiemetische Wirksamkeit in dieser Studie auf. Weibliches Geschlecht und ein Alter unter 50 Jahren sollten bei der Auswahl einer antiemetischen Therapie besondere Beachtung finden.

Edgar Petru, Johannes Andel, Lukas Angleitner-Boubenizek, Günther Steger, Marianne Bernhart, Kerstin Busch, Otto Gehmacher, Tamara Hernler, Uwe Kastner, Angelika Lanz-Veit, Ursula Pluschnigg, Jana Polachova, Michael Rohde, Lothar Schiller, Rene Schramböck, Wolfgang Stangl, Ralf Thödtmann, August Zabernigg, Wiener Medizinische Wochenschrift

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