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Gastroenterologie 1. Oktober 2006

Gender und Gallensteine

Gallensteine zählen weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. In den westlichen Ländern sind etwa 80 % der Gallensteine Cholesterinsteine. Für die Gallensteinbildung sind einige Risikofaktoren bekannt. Zu den wichtigsten zählt das weibliche Geschlecht. Frauen haben gegenüber Männern ein 2- bis 3-fach erhöhtes Risiko für Gallensteine, das jedoch hauptsächlich auf das gebärfähige Alter beschränkt ist. Ein weiterer Risikofaktor sind Schwangerschaften, wobei das Risiko mit der Anzahl der Schwangerschaften ansteigt. Für das erhöhte Gallensteinrisiko sind weibliche Sexualhormone verantwortlich. Östrogen bewirkt eine vermehrte Cholesterinsekretion in die Galle und steigert dadurch die Cholesterinsättigung. Daher sind auch Hormonersatztherapien für Frauen in der Menopause und orale Kontrazeptive mit einem erhöhten Risiko für Gallensteine verbunden. Da jedoch der Effekt von Östrogen dosisabhängig ist, kann für neuere orale Kontrazeptive mit niedriger Östrogendosis das erhöhte Risiko nicht mehr nachgewiesen werden. Im Mittelpunkt des vorliegenden Artikels stehen die genannten, mit weiblichen Sexualhormonen assoziierten Risikofaktoren für die Gallensteinbildung.

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