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Gastroenterologie 3. März 2016

Ernährung bei Übergewicht und Adipositas unter besonderer Berücksichtigung von Genderaspekten

Bestrebungen zur Optimierung der Ernährung in Hinblick auf Prävention und Therapie von Übergewicht zielen auf eine langfristige, alters- und bedarfsgerechte Anpassung bzw. Senkung der Energiezufuhr bei gleichzeitigem Erhalt der Nährstoffzufuhr, also eine nachhaltige Umstellung in Richtung „gesünderer“, nährstoffreicher und energieärmerer Nahrung unter Berücksichtigung der individuellen Lebensmittelpräferenzen.

Bei Betrachtung der aktuellen Ernährungsgewohnheiten der Allgemeinbevölkerung besteht zur Prävention von Übergewicht ein deutlicher Handlungsbedarf. Während Frauen in Hinblick auf physiologische Voraussetzungen bei der Gewichtskontrolle gegenüber Männern „benachteiligt“ sind – und sie auch mit besonderen Anforderungen in bestimmten Lebensphasen (wie z. B. Schwangerschaft) konfrontiert werden – ist der durchschnittliche Mann bzw. sind männliche Heranwachsende mit ihren „ungesünderen“ Verhaltensweisen und Einstellungen (immer noch) weniger am Thema Ernährung bzw. Gewichtskontrolle interessiert.

Für ein verbessertes Ernährungsverhalten braucht es zielgruppengerechte, geschlechtersensible Beratung beim Individuum, beginnend bei Schwangeren, aber auch lebensraumorientierte Maßnahmen für verbesserte Ernährungsangebote, die gesamtgemeinschaftlich mit Unterstützung entsprechender gesetzlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen langfristig gesichert werden müssen.

Summary

Efforts to optimize the diet in terms of prevention and treatment of obesity aim at long-term adaptation and reduction of energy intake according to age and physiological requirements while preserving the nutrient density with consideration of individual food preferences.

As the nutritional habits of the average Austrian people are unfavorable for obesity prevention there is a clear need for action. Women are “disadvantaged” in weight control compared to men in terms of physiological conditions—and are confronted with specific needs during life course (e.g. pregnancy), whereas the average man or male adolescents present “unhealthier” behaviors and attitudes and are (still) less interested on nutrition or weight control.

To achieve better nutrition a target-group specific, gender-sensitive guidance of the individual is needed, starting with pregnant women, but also habitat-oriented interventions for improved nutrition offers, which have to be sustainably assured through the support of a relevant legal and social framework.

Mag. Sabine Dämon, Karin Schindler, Barbara Rittmannsberger, Manuel Schätzer, Friedrich Hoppichler, Wiener Medizinische Wochenschrift 3/4/2016

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