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Gastroenterologie 14. September 2015

Magen-Darm-Infekte

Bei Durchfall Antibiotika sparsam einsetzen.

Auslöser plötzlicher Durchfallerkrankungen sind oft Bakterien. Dennoch ist ein Einsatz von Antibiotika gründlich abzuwägen.

Die neue Leitlinie „Gastrointestinale Infektionen und Morbus Whipple“ der Deutschen Gesell. f. Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS: www.dgvs.de) betont, dass Antibiotika nur in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen sollten. Antibiotika sind häufig auch Ursache schwerer Diarrhoen. Durchschnittlich dauere eine Durchfallerkrankung drei bis vier Tage und verschwinde dann von selbst.

Bei Shigellen, Salmonellen und in Ausnahmefällen bei Reisedurchfällen könne eine Antibiose sinnvoll sein, so die Leitlinie. Vor allem Krankenhäuser verzeichnen in den vergangenen Jahren einen starken Anstieg von teils schweren, manchmal lebensbedrohlichen Clostridium difficile-Infektionen. Durchfallerkrankungen seien keineswegs immer harmlos. Besonders ältere und immungeschwächte Patienten seien stark gefährdet, schwere Diarrhoen sind mit einem erhöhten Mortalitätsrisiko verbunden.

Quelle: Presseinformation DGVS

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