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Gastroenterologie 13. April 2015

Schlaf schützt Darm

Eine groß angelegte Studie ergab, dass bei Frauen mit schlechten Schlafgewohnheiten über einen längeren Zeitraum ein erhöhtes Colitis-ulcerosa-Risiko gegeben ist.

Schlafmangel konnte in verschiedenen epidemiologischen Studien schon mit so mancher Erkrankung assoziiert werden. Er erhöht das Risiko für Krebs, kardiovaskuläre Erkrankungen und auch die allgemeine Mortalität.

In einer prospektiven Studie an Frauen, die in die Nurses Health Study eingeschlossen wurden, wurde nun der Frage nachgegangen, ob sich Schlaf auch auf die Wahrscheinlichkeit auswirkt, an einer Colitis ulcerosa oder einem Morbus Crohn zu erkranken. Von den Teilnehmern dieser Studie wurden seit 1976 alle zwei Jahre per verschicktem Fragebogen Gesundheitsdaten erfasst, sodass die Informationen zur Schlafdauer aus den Jahren 1986 und 2001 mit den Neudiagnosen der beiden Darmkrankheiten bis zum Jahr 2010 korreliert werden konnten. Bei den 151.871 erfassten Frauen traten im Untersuchungszeitraum 230 Fälle einer Colitis ulcerosa und 191 Fälle eines Morbus Crohn auf. Das Risiko, an einer Colitis ulcerosa zu erkranken, war bei einer Schlafdauer unter sechs Stunden 1,5-mal und bei mehr als neun Stunden 2,1-mal höher als bei sechs bis neun Stunden Schlaf. Dies ist bemerkenswert, insbesondere weil sich für Morbus Crohn kein derartiger Zusammenhang fand.

Originalpublikation:

M. Storr, MMW; 2014/21-22

DOI 10.1007/s15006-014-3806-z

Literatur:

A. N. Ananthakrishanan et al.

Clinical Gastroenterology and Hepatology, 2014;12:1879 –1886

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