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Gastroenterologie 17. Oktober 2014

Reisediarrhoe

Meist harmlos, aber beeinträchtigend

Die Diarrhoe ist die häufigste reiseassoziierte Infektionsproblematik, die trotz ihres meist selbstlimitierenden Verlaufs Reiseaktivitäten deutlich einschränken kann. Bei bis zu 20 Prozent kommt es zu vorübergehender Bettlägerigkeit, und bei knapp einem Prozent wird eine stationäre Behandlung erforderlich.

Die klassische Reisediarrhö ist durch mindestens drei ungeformte Stühle/Tag und mindestens ein Begleitsymptom definiert: Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Stuhldrang, Fieber oder blutig-schleimige Stuhlbeimengungen.

In der überwiegenden Zahl treten Reisedurchfälle innerhalb der ersten zwei Wochen der Reise auf und halten durchschnittlich drei bis fünf Tage an. linisch-anamnestische Hinweise erlauben manchmal die Zuordnung zu einem bestimmten Erreger, die eine empirische Therapie erleichtert

Die einfachste Therapie der Reisediarrhoe ist die orale Rehydrierung. In schwierigeren Fällen erfolgt der Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten parenteral. Zur Therapie der Reisediarrhoe stehen weiterhin Antibiotika und Motilitätshemmer ebenso wie Probiotika zur Verfügung. Wenn dem Reisenden eine Selbsttherapie empfohlen wird, sollte dies im Rahmen eines ausführlichen Beratungsgesprächs erfolgen.

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