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Gastroenterologie 2. September 2014

Nachweis einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLD) durch transiente Elastographie bei Patienten mit einer koronaren Herzerkrankung (CHD)

Hintergrund/Ziel der Studie: Der Zusammenhang zwischen der NAFLD und der CHD ist unklar. In der vorliegenden Studie wollten wir die Häufigkeit einer NAFLD bei Patienten mit einer CHD unter Verwendung eines neuen diagnostischen Gerätes (TE – Transiente Elastographie; Fibroscan®- CAP) erheben. Die Ergebnisse unserer Studie könnten helfen, ein neues nicht-invasives Gerät zur Erfassung einer NAFLD bei dieser besonderen Patientenpopulation einzusetzen. Der klinische Nutzen könnte in der darauf basierenden Planung einer präventiven Strategie bei Hochrisikopatienten liegen.

Patienten und Methodik: Es wurden 75 Patienten mit nachgewiesener CHD in die Studie aufgenommen. Die Steifheit der Leber wurde zur Beurteilung einer möglichen Leberfibrose herangezogen. Der „Controlled Attenuation Parameter (CAP)“ wurde mit Hilfe eines Fibroscan® (Echosens, Paris, Frankreich) erhoben und zur Erkennung und Quantifizierung einer möglichen Lebersteatose eingesetzt. Durch die Einbeziehung der CAP in die TE kann sowohl die Steatose als auch die Fibrose der Leber beurteilt werden.

Ergebnisse: Von den 75 Patienten hatten 45 (= 60 %) ein CAP > 238 dBm−1 und damit per definitionem eine NAFLD. Von diesen Patienten mit NAFLD hatten 24 (= 53,3 %) eine Lebersteife > 7 kPa.Die Analyse eines möglichen Zusammenhangs zwischen dem Grad der Lebersteatose (ausgedrückt in CAP Werten) mit dem Schweregrad der CHD (definiert durch die Anzahl der befallenen Gefäße) ergab, dass Patienten mit einer Mehrgefäßerkrankung höhere CAP Werte (p = 0,002) aufwiesen. Auch eine Lebersteife > 7 kPa wurde bei diesen Patienten mit Mehrgefäßbefall signifikant häufiger erhoben.

Schlussfolgerung: Unsere Studie zeigt, dass die TE die Möglichkeit eines nicht-invasiven Screenings auf NAFLD bei CHD Patienten bietet. Die Methode ist ein rasches, einfaches, verlässliches und reproduzierbares Verfahren, – kosteneffizienter als eine Leberbiopsie.

Ivana Mikolasevic, Lidija Orlic, Sandra Milic, Vesna Lukenda, Sanjin Racki, Davor Stimac, Ervin Avdovic, Luka Zaputovic, Wiener klinische Wochenschrift 15/16/2014

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